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Lexikon - S


Samba
Lateinamerikanischer Rhythmus in schnellem Tempo.

Sax, Adolphe
(6.11.1814 - 7.2.1894) Erfinder des Saxophons, wurde am 6. November 1814 als Sohn des belgischen Kunsttischlers und Instrumentenbauers Charles Joseph Sax geboren. Im Jahr 1842 führte Adolphe Sax dem Komponisten Hector Berlioz sein Bass Saxophon vor, der - vollauf begeistert - ihm eine große Zukunft in der Orchestermusik prophezeite. Der Patentantrag für die komplette Saxophonfamilie wurde aber erst 1846 gestellt. Erste Triumphe feierte das Saxophon in der Militärmusik. Seine außerordentliche Popularität im 20. Jahrhundert hat Adolphe Sax allerdings nicht mehr erleben dürfen. Er starb am 7. Februar 1894 vollkommen verarmt.

Saxophonsatz
Bläsersatz ausschließlich für Instrumente der Saxophonfamilie.

Scoop
Artikulations- bzw. Phrasierungszeichen, das einen kurzen Vorschlag angibt, der in der Regel eine kleine Sekunde unter dem Zielton liegt und zum vom Zielton angegebenen Zeitpunkt ausgeführt wird.

Senza repetitione
Ohne Wiederholung.

Septole
Abweichung von der normalen Zweiteilung der Notenwerte hin zur Siebenteilung. Eine Viertelseptole (7 gleich lange Viertelnoten) entspricht dem Wert einer Ganzen Note. Eine Achtel-Septole (7 gleich lange Achtelnoten) entspricht dem Wert einer Halben Note usw.

Sforzato
Dynamikangabe für plötzlich verstärkt und stark hervorgehoben.

Sforzato Piano
Dynamikangabe für stark betont und sogleich wieder leise.

Short accent
Artikulations- bzw. Phrasierungszeichen, das eine kurze Betonung fordert, die kürzer ist als der Notenwert vorgibt.

Short fall
Artikulations- bzw. Phrasierungszeichen, das ein kurzes Glissando nach unten aus der Note heraus fordert.

Shout
Auffälliger, instrumentaler Formteil in einem Jazz-Arrangement, in dem die komplette Band tutti einsetzt und laut, aggressiv und spannungsreich spielt (Höhepunkt).

Side-Stepping
Bewusste Verwendung harmonisch "falscher" Töne, die ein Höchstmaß an harmonisch-melodischer Spannung erzeugt, auch Outside genannt. Findet vor allem im Modalen Jazz Anwendung.

Skala
Tonleiter.

Skalenfremde Töne
Töne, die nicht zu einer vorgegebenen Tonleiter gehören.

slow
Englische Tempobezeichnung für ein langsames Vortragstempo (52 - 76 Schläge pro Minute).

Solo
Formteil oder Vortragsstück, das nur ein Spieler bestreitet. Im Jazz in der Regel als Improvisation.

Solo ad lib.
Anweisung in Noten, für die angegebenen Takte frei zu improvisieren.

Songform
Arrangement-Schema, nach dem die Hauptteile einer Komposition angeordnet sind. In Rock, Pop, Jazz meistens bestehend aus 1-4 Hauptteilen.

Sopran Saxophon
Holzblasinstrument, höchster, gängiger Vertreter der Saxophonfamilie (neben Sopranino), Stimmung: transponierend in B.

Spannungsbogen
Der energetische Verlauf einer Komposition bzw. eines Arrangements, d.h. der musikalisch sinnvolle Spannungsauf- und abbau.

Spannungshöhepunkt
In der Regel, die sparsamer eingesetzten hohen Töne einer Melodie, die den natürlichen Höhepunkt (eng.: climax) ausmachen.

Staccato (.)
Artikulations- bzw. Phrasierungszeichen, das angibt, die mit einem Punkt versehene Note nur kurz bzw. abgehackt, ungefähr nur bis zur Hälfte ihres angegebenen Wertes anzuspielen.

Stichnote
Kleine, in die normale Notation eingefügte Noten bzw. Notenpassagen, die dem Spieler zur Prientierung dienen oder optional mitgespielt werden können.

Stoptime-Chorus
Formteil, in dem die Rhythmusgruppe ihren kontinuierlichen Begleit-Groove unterbricht und hin und wieder nur einzelne Einwürfe (Kicks) platziert, während der/die Solist/en darüber spielen.

Subdominante
Funktionsharmonische Bezeichnung für eine der drei harmonischen Hauptstufen einer Tonart (Kadenz). Sie wird immer auf dem 4. Ton einer Dur- oder Moll-Tonleiter gebildet und stellt funktionsharmonisch einen Spannungsakkord einer Tonart dar.

Subtone
Spezielle Anblastechnik auf dem Saxophon. Durch eine besondere Kieferstellung, Lockerung der Lippenmuskulatur und Veränderung des Luftstroms kann der Saxophonist einen sehr sanften, leisen und luftigen Ton erzeugen.

Swing
Der Begriff Swing bezeichnet sowohl eine Epoche der Jazzgeschichte als auch ein rhythmisches Phänomen (siehe Swing Phrasierung). Die Jazz-Epoche ist in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt, deren Stil von den Big Bands von Duke Ellington, Stan Kenton, Count Basie und Glenn Miller geprägt war.

Swing Phrasierung
Im Gegensatz zur gängigen Zweiteilung der Notenwerte (binär), wird bei der Swing-Phrasierung die Viertelnote in zwei ungleich lange Achtel unterteilt. Die Viertelnote wird gedanklich in drei Triolen-Achteln aufgeteilt, von denen die ersten beiden Triolen-Achtel zu einem längeren Ton mit einem Haltebogen zusammengefasst werden und die dritte Triolen-Achtel den kürzeren der beiden darstellt.

Synkope
Betonung einer Note auf einem unbetonten Taktteil (Note beginnt auf dem und).

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